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Fürs Eigenheim sparen – aber wie?

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Sandra Schwenn, Leiterin Kreditberatung - Privat- und Firmenkunden bei der Bank WIR

von Sandra Schwenn

6 Beiträge

Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Mit kluger Planung lässt sich das notwendige Eigenkapital fürs Traumhaus innert nützlicher Frist anhäufen.

Ob ein Loft im Stadtzentrum oder ein Einfamilienhaus im Grünen: Wohnträume sind sehr unterschiedlich. Als Faustregel gilt jedoch immer, dass 20 Prozent des Kaufpreises aus Eigenkapital bezahlt werden sollten. Je nach Einkommen oder vorhandenen Zusatzsicherheiten kann auch es sein, dass Ihre Bank mehr als 80 Prozent des Kaufpreises belehnt – doch bedenken Sie, dass Sie Ihr Einkommensniveau dann langfristig halten müssen. Je mehr Eigenkapital Sie einsetzen, umso tiefer fällt die monatliche Belastung Ihrer Finanzierung aus. Sie sollten sich immer eine gewisse Flexibilität erhalten, denn das Haushaltseinkommen kann zum Beispiel wegen Nachwuchs, einer Weiterbildung, einem Berufswechsel oder der Pensionierung sinken.

 

Eigenkapital aufbauen
Doch wie lässt sich das Eigenkapital innert nützlicher Frist aufbauen? Schliesslich wollen Sie ein Eigenheim, bevor Sie in Rente gehen … Hier gilt es eine gute Entscheidung über die Wahl der Anlage zu treffen, den die Angebote auf dem Markt sind vielfältig – aber nicht unbedingt immer lukrativ. Festgeld- bzw. Sparkonti haben oft eine lange Kündigungsfrist und schaffen nicht die nötige Flexibilität, zudem ist der Ertrag im Verhältnis eher moderat, so dass Ihr Ziel in weite Ferne rücken kann.

 

Vorsorgegelder einsetzen
Der Königsweg zu mehr Eigenkapital führt über die Säule 3a (gebundene Selbstvorsorge). Dieses Guthaben ist besser verzinst als ein Sparkonto; die Beiträge dürfen zudem von den Steuern abgezogen werden. Allerdings dürfen Sie vom 3a-Konto nicht einfach Geld abheben, um sich zum Beispiel ein neues Auto zu kaufen. Aber – und das ist ja Ihr Ziel – darf dieses Guthaben für selbstbewohntes Wohneigentum eingesetzt werden. Es lohnt sich also, die maximal zulässigen Beträge auf ein Säule-3a-Konto einzuzahlen. Manche beziehen auch Kapital aus ihrer Säule 2a (Pensionskasse), um ein Eigenheim zu kaufen. Damit verschlechtert sich aber die Altersvorsorge. Diese Vorsorgelücke sollten Sie bis zur Pensionierung ausgleichen – lassen Sie sich dazu von einer Fachperson beraten.

 

Aktien, Obligationen & Co.
An der Börse zu spekulieren, ist für den Aufbau von Eigenkapital nur bedingt empfehlenswert. Denn: Wer hohe Renditen will, muss auch hohe Verluste aushalten können. Zudem kann es sein, dass Ihnen die Traumimmobilie schneller begegnet als geplant. Dann sollten Sie in der Lage sein, Ihre Eigenmittel innerhalb nützlicher Frist zu beziehen – Anlageverkäufe im Zwang sind meist keine gute Strategie und möglicherweise mit Verlusten verbunden. Für den Aufbau von Eigenkapital innert eines bestimmten Zeitraums eignet sich deshalb eher eine konservative Strategie mit kleineren, dafür sicheren Renditen.

 

Erbvorbezug, Schenkung oder Darlehen
Häufig unterstützen Eltern ihre Kinder mit einem Erbvorbezug oder einer Schenkung. Um die gesetzlichen Bestimmungen zu erfüllen, sollten Sie juristischen Rat einholen. So dürfen Erbpflichtteile für Geschwister nicht verletzt werden. In manchen Kantonen sind Erbvorbezüge und Schenkungen zudem steuerpflichtig. Die Wege zur erfolgreichen Eigenheimfinanzierung sind also zahlreich, aber auch komplex. Zögern Sie deshalb nicht, Ihre Bank für eine Beratung zu kontaktieren. Sie zeigt Ihnen auf, wie Sie Ihre Sparziele erreichen.

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