Menu

#zusammenstark-Aktion: Geld sparen dank Mehrumsatz

8 min.
volker-strohm

von Volker Strohm

22 Beiträge

Das Krisenjahr 2020 hinterlässt bei vielen Unternehmen finanzielle Spuren. Ein Zusammenrücken der Schweizer KMU ist wichtiger denn je. Die WIR Bank geht mit Taten voran: Eine Aktion rund um die Komplementärwährung soll den Umsatz der KMU befeuern.

Er ist historisch, der Einbruch der Schweizer Wirtschaft im ersten Halbjahr 2020: Ein Minus von 10,5 Prozent vermeldete das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) Ende August – und schob hinterher, dass dieser Wert im internationalen Vergleich «verhältnismässig glimpflich» sei.

Und: Das Schlimmste sei hinter uns. Nach Lockerung der Coronamassnahmen hätte sich die Wirtschaft zügig erholt, die Arbeitslosigkeit steige seit Mai nur noch langsam. «So katastrophal das erste Halbjahr war, der Tiefpunkt ist überwunden», liess sich Seco-Ökonom Roland Indergand in den Medien zitieren.

Ob diese Einschätzung stimmt, muss sich noch weisen – die Prognosen stehen in diesem Krisenjahr 2020 auf ungewohnt wackligen Füssen. Aus heutiger Sicht ist es auch sehr gut möglich, dass sich neuerliche Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie in einigen Branchen nochmals negativ auf den Geschäftsverlauf auswirken. Fakt ist: Die Auswirkungen von Covid-19 haben bei einigen KMU-Betrieben bis jetzt deutliche Spuren in der Kasse hinterlassen – einige Branchen waren durch den verhängten «Lockdown» regelrecht lahmgelegt worden.

KMU-Soforthilfe: Vom Covid-19-Kredit …

Schon damals, Ende März, hat die WIR Bank tatkräftig dazu beigetragen, dass mithilfe der unbürokratischen Covid-19-Kredite coronabedingte Liquiditätsengpässe überbrückt werden konnten. Gleichzeitig wurde die Aktion #zusammenstark lanciert: «Live auf Facebook und in unserem Blog zeigten wir täglich mit grosser Reichweite beeindruckende Beispiele von KMU, die der Krise mit kreativen Lösungen begegneten», blickt Bruno Stiegeler, Vorsitzender der Geschäftsleitung der WIR Bank, zurück.

Bruno_WIRspace

WIR-Bank-CEO Bruno Stiegeler: «Unsere KMU müssen nachhaltig unterstützt werden - die WIR Bank geht mit gutem Beispiel voran.»

Es war symptomatisch, dass in jener Zeit, als in einigen Branchen Lieferengpässe aus dem Ausland zutage traten, eine Rückbesinnung auf die Schweizer Wirtschaftskraft stattfand. «Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die kleinen und mittleren Unternehmen für unser Land und die hiesige Wirtschaft sind», so Stiegeler. Unzählige Initiativen sind daraus entstanden: lokal, aber auch regional – «unterstützt die Betriebe vor der Haustüre», so die einhellige Botschaft.

Auch viele Privathaushalte entdeckten die Vorzüge des Einkaufs von lokalen Produkten und Dienstleistungen. «Der Lockdown hat offenbart, dass bei den Konsumenten und in der Wirtschaft ein Umdenken stattfinden kann – wie nachhaltig dieses war ist, haben wir alle selbst in der Hand», erklärt Stiegeler.

 

… bis zur Aktion auf den WIR-Netzwerkbeitrag

Und gerade hier setzt die WIR Bank mit #zusammenstark im Pandemiejahr 2020 ein zweites starkes Zeichen: Alle WIR-Teilnehmer, die zwischen dem 1. Oktober 2020 und 31. März 2021 mehr netzwerkbeitragspflichtigen Umsatz in CHW als in den sechs Vergleichsmonaten zuvor (1. April bis 30. September 2020) machen, zahlen auf diesen Mehrumsatz nur die Hälfte des Netzwerkbeitrags – also ein statt zwei Prozent. «Wir unterstützen damit den Jahresendspurt, aber auch den erfolgreichen Start ins Geschäftsjahr 2021», so Stiegeler.
Profitieren können alle Unternehmen unabhängig von ihrer Umsatzgrösse – es gibt keine Mindestlimiten. Besonders lukrativ wird dieses Angebot für alle diejenigen Bereiche, die im Frühjahr betrieblich weitestgehend ausser Gefecht gesetzt worden waren.

WIR-Geld soll unter KMU zirkulieren – an der schon 1934 innovativen, visionären und solidarischen Idee hat sich nichts verändert. Und nicht zu vergessen: Weil WIR bekanntlich komplementär, also ergänzend zum Einsatz kommt, befeuert die Aktion automatisch auch den CHF-Umsatz der KMU.

WIR-Mehrumsatz-Aktion: So funktioniert’s

Im kommenden Frühjahr wird der netzwerkbeitragspflichtige WIR-Umsatz (CHW) zwischen 1. Oktober 2020 und 31. März 2021 mit demjenigen zwischen dem 1. April und 30. September 2020 verglichen. Für den Mehrumsatz in CHW wird der Netzwerkbeitrag von einem Prozent rückvergütet.

Beispiel: Die Firma Muster GmbH hat in den vergangenen sechs Monaten in Zeiten von Corona einen netzwerkbeitragspflichtigen Umsatz von 9500 CHW erzielt – und steigert diesen im letzten Quartal 2020 sowie im ersten Quartal 2021 auf 14 200 CHW. Auf diesen Betrag wird zunächst der reguläre Netzwerkbeitrag von zwei Prozent belastet – auf den Mehrumsatz von CHW 4700 erhält sie jedoch im April 2021 ein Prozent rückvergütet.

Die Aktion gilt für alle Kunden mit KMU-Paket – unabhängig von der Umsatzgrösse. Es gibt keine Mindestlimiten.

Kommentare

Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare.

Ihr Kommentar

Abbrechen Neuen Kommentar erfassen
Kein Kommentar

Nächster Artikel

Finanzen

Mehr aus der KategorieFinanzen

SwissCaution: Mietkaution ohne Bankkonto

Die Mietkaution von SwissCaution ist eine Alternative für das Mietzinskonto von Banken. Vorteil für den Mieter: Es braucht keine Kaution – in der Regel im Umfang von drei Monatsmieten – einbezahlt zu werden.

Mehr

FX Trading – unsere Plattform für Ihren Devisenhandel

In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Fintech AMNIS Treasury Services AG bietet die WIR Bank neu eine Online-Plattform für Devisengeschäfte an: FX Trading ist das transparente und einfache KMU-Tool für den Kauf und Verkauf von Fremdwährungen.

Mehr

COVID-19-Kredit: Soforthilfe für KMU

Seit dem 26. März gilt das vom Bundesrat beschlossene Spezialregime für das Bürgschaftswesen. Dadurch profitieren KMU von einer finanziellen Überbrückung in der Coronakrise – auch bei der WIR Bank.

Mehr

«Der Ständerat ist sich der Konsequenz nicht bewusst»

Im Schweizer Datenschutzgesetz will die kleine Kammer die Kreditprüfung einschränken. Das hätte laut Creditreform-Präsident Raoul Egeli drastische Nachteile – für Käufer und Verkäufer sowie weitere Beteiligte.

Mehr