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WIR ist, wenn 2016 zur Revolution wird

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von Volker Strohm

16 Beiträge

2016 im Zeitraffer? Das ist auch die Geschichte der WIR Bank, sind auch Geschichten rund um die grösste Modernisierungsaktion seit der Gründung 1934. Eine eigentliche Revolution. Die WIR Bank: nicht systemrelevant, aber mit einem System mit Relevanz. Die weltgrösste Komplementärwährung besinnt sich zurück auf ihre Wurzeln: einfach, transparent, fair.

2016 im Zeitraffer? Bitte schön. Ein Königreich auf einer Insel tritt aus dem europäischen Staatenbund aus. Ein milliardenschwerer Unternehmer wird Präsident des drittgrössten Landes der Welt. Es ist einmal mehr ein Jahr der grossen, mittelgrossen und kleinen Sportereignisse mit vielen, oftmals lauten Nebengeräuschen. Dazu Terror, Kriege, Leid. Und ein politisches Klima, dessen Temperatur merklich kälter wird – mit inhaltlicher Verschiebung in Richtung beider Pole.

Und in der Schweiz? Politisches Wundenlecken nach aktuellen Abstimmungssonntagen. Gepaart mit dem Ringen nach möglichst konsensfähiger Umsetzung vergangener Entscheide. Alles in allem: Jammern auf hohem Niveau. Doch die Herausforderungen der Gegenwart und erst Recht der Zukunft dürfen nicht verharmlost werden.

WIR für KMU: System mit Relevanz

2016 im Zeitraffer? Das ist auch die Geschichte der WIR Bank, sind auch Geschichten rund um die grösste Modernisierungsaktion seit der Gründung 1934. Eine eigentliche Revolution. Die WIR Bank: nicht systemrelevant, aber mit einem System mit Relevanz. Die weltgrösste Komplementärwährung besinnt sich zurück auf ihre Wurzeln: einfach, transparent, fair.

Das geht nicht ohne Nebengeräusche: Die neue Transparenz hat medial Wellen geworfen – und wurde kontrovers diskutiert. So hatte beispielsweise ein Konsumentenmagazin in kämpferischer Aufmachung Leserinnen und Leser zur Nichtunterzeichnung der neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) aufgerufen – und dabei in der Berichterstattung argumentativ KMU- und Privatkunden wild durcheinandergemischt. Ins Lot respektive auf den Punkt bringt es ein Leserbriefschreiber, der den erwähnten Artikel kritisierte: «Das Bankkundengeheimnis ist beim WIR-System etwa so sinnvoll wie ein totales Schilderverbot in einer Einkaufsstrasse.» Denn: Wer miteinander geschäften will, muss sich zwangsläufig kennen.

Vollumfänglicher Datenschutz – für KMU und Privatkunden

Auch Privatkunden sollen im kommenden Jahr zum Verzicht auf das Bankkundengeheimnis gebeten werden. Was im ersten Moment nach einer eigentlichen Palastrevolte tönt, spiegelt bei genauerem Hinsehen die heutige Banken-Realität wieder: Wer beispielsweise ein E-Mail schreibt oder erhält, kann niemals sicherstellen, dass dieses die Schweiz nicht verlässt. Werden im Ausland Codes für das E-Banking versandt, kann dies über ausländische Dienste oder Dienstanbieter geschehen.

Auch ohne Bankkundengeheimnis, das einst geschaffen worden war, um ausländische Kunden vor dem Zugriff ausländischer Behörden zu schützen, bleiben die Kundendaten vollumfänglich durch die Schweizerische Datenschutzgebung geschützt. «Im Inland hatte das Bankgeheimnis nie grosse praktische Bedeutung», erklärt Germann Wiggli, Vorsitzender der Geschäftsleitung der WIR Bank. «In der Schweiz muss jede Behörde eine gesetzliche Grundlage haben, wenn sie Bankdaten will.»

Von fast allen ausländischen Kunden hat sich die WIR Bank übrigens verabschiedet – und auch von hierzulande domizilierten Kunden wird verlangt, dass die gehaltenen Vermögenswerte versteuert werden. Mit anderen Worten: So geht konsequente Umsetzung einer Weissgeldstrategie.

WIR ist Schweizer KMU-Förderung

Und bei KMU? Da ist die neue Transparenz und der garantierte WIR-Annahmesatz von 3 bis 100 Prozent auf den gesamten Transaktionsbetrag hie und da ein Diskussionsthema – zumindest so lange, bis die fallspezifischen Geschäftszahlen genauer analysiert werden. Danach relativiert sich die erste Unsicherheit in den meisten Fällen sehr rasch.

Dazu folgendes Rechenbeispiel: Ein KMU mit einem Jahresumsatz von beispielsweise 1’000’000 Franken erzielt davon vielleicht 10 bis 15 Prozent mit WIR-Teilnehmern – also im vorliegenden Fall maximal 150’000 Franken. Ein WIR-Annahmesatz von minimal 3 Prozent entspricht folglich Jahreseinnahmen von 4500 WIR – oder 0,45 Prozent des gesamten Jahresumsatzes.

Diese WIR wieder in den Geldkreislauf zurückzuführen, wird dank der neuen Transparenz und dank neuen digitalen Produkten und Dienstleistungen einfacher denn je. Und den Geldkreislauf, den Motor der Wirtschaft, am Laufen zu halten, ist Grundlage für eine gesunde KMU-Schweiz.

WIR-Tutorial/Erklärvideo (deutsch): Wer oder was ist WIR?

WIRpay und WIRmarket: So geht digital für KMU

2016 im Zeitraffer? Das sind neue und moderne Produkte und Dienstleistungen der WIR Bank. Angefangen beim volldigitalisierten Online-Kontoeröffnungsprozess für KMU, über neue digitale Kommunikationswege wie Chat oder Social Media bis hin zum digitalen KMU-Treffpunkt, dem WIRmarket, und der sekundenschnellen und mobilen Zahlungs-App WIRpay.

WIR ist Stärkung der Schweizer KMU, WIR ist Förderung der Schweizer Binnenwirtschaft. Gerade in Zeiten, da die Temperaturen des politischen und wirtschaftlichen Klimas merklich kälter werden, sinnvoller denn je. Schauen wir nicht weg, verharmlosen wir nicht: Packen wir die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft gemeinsam an. Ob als KMU-Kunde im WIR-Netzwerk, als Privatkunde, der bei einer grundsoliden, rein schweizerischen Bank sein will – oder «einfach» als WIR-Blogleser: Wir mit Ihnen. Jetzt. Und in den kommenden Jahren.

In diesem Sinne: Frohe Festtage, einen guten Rutsch und erfolgreichen Start ins 2017!

TV-Spot 2016 (Deutsch)

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