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Mobiles Zahlen – auf KMU zugeschnitten

5 min.
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von Claudio Gisler

6 Beiträge

Lösungen für mobiles Zahlen schiessen wie Pilze aus dem Boden. Natürlich wartet jedes System mit individuellen Vorteilen auf: Während die einen auf Funkübertragung setzen, steht bei anderen ein QR-Code im Zentrum.

Lösungen für mobiles Zahlen schiessen wie Pilze aus dem Boden. Natürlich wartet jedes System mit individuellen Vorteilen auf: Während die einen auf Funkübertragung setzen, steht bei anderen ein QR-Code im Zentrum. Nationale Anbieter kämpfen gegen internationale Anbieter. Für den Benutzer ist das fast nicht überschaubar. Eines ist all diesen Lösungen aber gemein: Sie taugen nur bedingt für den Zahlungsverkehr zwischen KMU. Diese Lücke füllt nun WIRpay.

Bei der Entwicklung von WIRpay hat sich die WIR Bank konsequent an den Bedürfnissen von KMU ausgerichtet. Und da die Geschäftsmodelle von KMU unterschiedlicher nicht sein könnten, geizt auch WIRpay nicht an Funktionalitäten. Und selbstverständlich steht die Arbeit mit WIR bei alldem im Mittelpunkt. Denn die Komplementärwährung ist das Schmiermittel des grössten Schweizer KMU-Netzwerkes.

Zwei Währungen in einer Transaktion

Im WIR-Netzwerk zahlt man mit WIR und Schweizer Franken gleichzeitig. Der Verkäufer bestimmt, welcher Teil des Gesamtpreises für ein Produkt oder eine Dienstleistung in WIR bezahlt werden kann. WIRpay bietet hier komfortable Unterstützung, indem der Käufer nur den Gesamtpreis und den WIR-Anteil eingeben muss. Den Rest erledigt das System automatisch.

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WIR-Teilnehmende, die bislang zwei separate Überweisungen für WIR und Schweizer Franken machen mussten, erledigen die Zahlungen nun ganz einfach in einer Transaktion. Vermutlich ist die WIR Bank die weltweit erste Bank, die Zahlungen in gleichzeitig zwei Währungen zulässt.

No limit

Wenn KMU untereinander Geschäfte tätigen, dann können auch mal grössere Beträge fliessen. Eine neue Bandsägemaschine für die Schreinerei, ein neues Geschäftsfahrzeug für den Aussendienstmitarbeitenden oder eine komplette Büroeinrichtung für den Firmenchef: Mobile Zahlungssysteme, mit denen man gerademal 40 Franken überweisen kann, reichen da nicht. WIRpay erlaubt deshalb auch die Zahlung von grossen Beträgen. Und das ganz sicher – so, wie man es sich von Banksystemen gewohnt ist.

Echtzeitverbuchung schont die Liquidität

Anders als bei den bekannten Mobile Payment Lösungen werden bei WIRpay die Buchungen in Echtzeit abgewickelt und direkt auf den Konten der Nutzer verbucht. Der Geldempfänger erhält innert Sekunden eine Bestätigung – und das Geld. So kann er Waren ohne Risiko dem Zahlenden übergeben. Und kann auch sofort wieder über den Betrag verfügen. Liquiditätsengpässe können so nicht entstehen. Und Liquidität ist für eine Unternehmung essentiell – gerade für KMU.

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Einfach, einfach, einfach

User Experience – oder noch moderner UX – ist entscheidend bei der Entwicklung einer neuen App. Auch hier wurden bei WIRpay keine Kompromisse gemacht: Die Hauptnavigation kommt mit sechs einfach verständlichen Symbolen auf übersichtlichen Kacheln aus. Bezahlen und einnehmen – mehr braucht man bei Geschäften unter KMU eigentlich nicht.

Um möglichst viele Geschäftsfälle abzudecken, wurden verschiedene Zahlungsmöglichkeiten eingebaut. Die bequemste ist sicherlich die Zahlung mit QR-Code. QR-Code mit Betrag und WIR-Anteil auf dem Smartphone des Verkäufers generieren, mit dem Smartphone des Käufers scannen, auf «Zahlung ausführen» drücken – fertig. Und das funktioniert nicht nur im direkten Kundenkontakt, sondern auch auf Distanz: Entsprechend wurden die QR-Codes auch im WIRmarket, dem neuen digitalen KMU-Marktplatz des WIR-Netzwerkes, integriert.

Steht kein QR-Code zur Verfügung (z.B. wenn Käufer und Verkäufer nicht am gleichen Ort sind), kann der Empfänger mittels einfacher Firmensuche ausgewählt werden. Denn WIRpay kennt alle möglichen Empfänger und zeigt diese den Netzwerkteilnehmern an.

Natürlich kann Geld auch an die Kontonummer (genauer die Kundennummer) des Geschäftspartners überwiesen werden. Das ist natürlich nicht so komfortabel, aber auch zielführend.

Auch für Mitarbeitende

Wirte kassieren bei den Kunden nicht immer selber ein. Das macht in der Regel das Servicepersonal. Wie kann ein Wirt nun eine mobile Zahllösung einsetzen, ohne dass seine Mitarbeitenden gleich Zugriff auf sein komplettes Konto erhalten? WIRpay bietet die Möglichkeit, dass sich die Servicemitarbeitenden die App auf ihrem persönlichen Smartphone installieren und mit dem Geschäftskonto verbinden. Den Kontostand sehen die Mitarbeitenden aber nicht, und sie können auch kein Geld ausgeben. Aber sie nehmen bequem und sekundenschnell Zahlungen der Gäste entgegen und erhalten die Zahlungsbestätigung direkt auf ihr Smartphone. Und: Das Geld geht selbstverständlich direkt auf das Geschäftskonto des Restaurants.

Und da viele Unternehmer mehrere Unternehmen haben, können sie die Konten aller Unternehmen mit einerApp bedienen. Auch das private Konto des Firmeninhabers lässt sich einbinden: einfach und komfortabel.

KMU im Fokus

Die Bedürfnisse von KMU wollte die WIR Bank bei der Entwicklung dieser Zahlungsmöglichkeit in den Mittelpunkt stellen – und das scheint laut ersten Nutzungszahlen auch gelungen zu sein: über 500 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von über einer halben Million Franken (CHF/CHW) in den ersten drei Wochen seit der Lancierung. Diese hohe Akzeptanz und schnelle Adaption deuten auf eine vielversprechende Zukunft von WIRpay hin.

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