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«Ich beobachte die Kursentwicklung täglich»

12 min.
Flury

von Daniel Flury

22 Beiträge

Roland Jenny führt in vierter Generation die Firma Schnyder Mode mit Kleidergeschäften in Rapperswil, Hinwil, Wald und Flawil (Bossart Modehaus). In Euro fällige Zahlungen begleicht er über die Plattform FX Trading von AMNIS.

Roland Jennys beruflicher Weg führte nicht direkt in die Modewelt. Nach einer Banklehre und dem Besuch der Fachhochschule Winterthur arbeitete er zunächst für eine amerikanische Bank in Zürich, bevor er 2001 für fünf Jahre zum grössten österreichischen Ladenbauer Umdasch wechselte. Die Umsetzung von neusten Erkenntnissen des Neuromarketings in Erlebniswelten, die Ausarbeitung von Strategien für den Einzelhandel, die Sortimentgestaltung für spezifische Zielgruppen standen im Zentrum von Jennys Tätigkeit, die in der Eröffnung einer Umdasch-­Niederlassung in London gipfelte.

Wie kam es zum Einstieg ins elterliche Kleider­geschäft?

Es war schon immer mein Wunsch gewesen, selbstständig zu sein. 2006 beschloss mein Vater, sich altershalber aus dem Geschäft zurückzuziehen. Er hatte es 12 Jahre zuvor von der Familie meiner Mutter übernommen. Ihre Gross­eltern hatten das Modehaus Schnyder 1923 in Rapperswil gegründet. Ich ergriff die Chance, da mir die Konstellation günstig erschien: Ich war 30 Jahre alt und hatte mir das Rüstzeug für das Strategische angeeignet, meine Frau Débora (Anm. der Red.: auf der Foto links) verfügte über das Talent, die Verantwortung für den Einkauf von meiner Mutter zu übernehmen. Erst viel später haben wir uns dazu entschlossen, eine professionelle Einkäuferin in der Person von Sandra Vetter (Anm. der Red.: auf der Foto rechts) einzustellen. Ich bin zwar erst 47 Jahre alt, aber das Abgeben von Kompetenzen und die Entflechtung von Kleider­geschäft und Immobilien-Portfolio ist ein Prozess, den wir weiterverfolgen.

Ist der Einkauf von Kleidern mit einer grossen Reisetätigkeit verbunden?

Nein, die meisten Marken sind mit Agenturen in Zürich vertreten. Für uns wichtig ist die Messe in Berlin, wo wir zwei Mal im Jahr nach neuen Trends und Marken Ausschau halten.

Vue du département Messieurs fraîchement rénové à Rapperswil.

Blick in die frisch renovierte Herrenabteilung in Rapperswil.

In welcher Währung begleichen Sie die Lieferantenrechnungen?

In Schweizer Franken oder aber in Euro, wenn wir direkt an die Mutterhäuser in Deutschland und Österreich bezahlen.

Seit wann nutzen Sie für diese Überweisungen die Plattform FX Trading von AMNIS, und wie sind Ihre Erfahrungen damit?

Erst, seit wir von der Bank WIR – genauer von Mathias Pfeifer – in einem Meeting darauf aufmerksam gemacht worden sind. Ich beobachte die Kursentwicklung täglich und kaufe Euro ein, wenn mir die Gelegenheit günstig erscheint. Über die Plattform FX Trading ist das viel unkomplizierter möglich als früher per Telefon mit einem Trader meiner Hausbank.

Sparen Sie dabei auch Geld?

Allerdings. Erfahrungsgemäss spare ich bei einer Transaktion im Umfang von 30 000 CHF rund 200 Franken. Bei einem Jahresvolumen von einem niedrigen einstelligen Millionenbetrag macht das einige Tausend Franken aus.

Un achat auprès des magasins de Schnyder Mode est toujours un moment lié à des conseils professionnels.

Der Einkauf in den Läden von Schnyder Mode ist stressfrei und verbunden mit professioneller Beratung.

Sie sind mit vier Geschäften zwischen Zürichsee und Bodensee vertreten. Ist die Expansionsphase abgeschlossen?

Als ich 30-jährig die Firma übernahm, war ich natürlich voller Tatendrang. Der Standort Hinwil kam hinzu, wir waren in Winterthur und Wädenswil vertreten und eröffneten Monolabel-Stores. Die liefen bis etwa 2015 sehr gut, bis gewisse Marken ihren Zenith überschritten hatten. Heute setze ich auf grössere Flächen. Damit kann man etwas anfangen, und sie ziehen Kundschaft von weit her an. Seit der Pandemie an Bedeutung gewonnen hat natürlich der Online-Verkauf von Damen- und Herrenmode.

Welche Bedeutung hat das WIR-Geschäft?

Dank WIR haben wir Kundschaft aus der ganzen Schweiz. Die guten Erfahrungen meines Vaters im Wohnungsbau in den 90er-Jahren haben mich dazu bewogen, das WIR-Geschäft auch in den Modehäusern zu intensivieren. Mir ist das Netzwerken nicht in die Wiege gelegt worden, aber durch die Aktivitäten der WIR-Partner-Networks konnte ich viele Neukunden gewinnen. Heute bin ich sowohl im Vorstand des WIR-Partner-Networks Zürich wie auch im Verwaltungsrat der WIR-Expo engagiert.

Eine Ihrer Spezialitäten ist Corporate Fashion für Firmen. Von welchen Branchen wird diese Dienstleistung in Anspruch genommen?

Das ist ganz unterschiedlich. Zuletzt konnten wir für WIR-Partner Aufträge ausführen, etwa für die Zimmerei Schädler in Hinwil oder für die Dance Academy Pasadena in Volketswil, die ihre Tanzlehrer und das Servierpersonal neu eingekleidet hat.

Viele Junge kaufen heute online ein. Sterben den klassischen, stationären Kleidergeschäften die Kunden weg?

Nein, unsere Kunden sterben nicht aus, im Gegenteil. Noch vor einigen Jahren lag das Durchschnittsalter der Kunden über 60, heute schätzungsweise bei etwa 45 Jahren. Wir sind eben kein altbackenes Kleiderhaus – in diese Schiene gerät, wer nichts unternimmt. Wir führen schöne Läden, in denen sich der Kunde wohlfühlt und in denen der Einkauf zum Erlebnis wird. Der Kunde schätzt Beratung, bei der ihm nichts aufgeschwatzt wird. Wir geben Ideen und ermuntern den Kunden auch mal etwas Neues auszuprobieren – ohne ihn dabei zu verunstalten (lacht). Also kein Schickimicki, sondern gute Qualität, die auf der Strasse tragbar ist, mit der man sich identifizieren kann und in der man sich wohlfühlt.

«Unsere Konkurrenz ist die Verlumpung des guten Stils.»

Wer ist Ihre Konkurrenz?

Unsere Konkurrenz ist die Verlumpung des guten Stils. Das mangelnde Modebewusstsein, das Verständnis für Qualität, das nicht mehr weitergegeben wird, seit man sich an einem Sonntag nicht mehr herausputzt und Traineranzüge in den Alltag Einzug gehalten haben. Zum Glück hat sich mit der Nachhaltigkeit ein Gegentrend zum Billig­einkauf entwickelt.

Sie bieten Modepartys und Shopping Dates an. Was ist darunter zu verstehen?

Die Modeparty ist für eine Gruppe von Menschen gedacht, die zusammen unser Sortiment entdecken wollen. Ihnen gehört dann der Laden ab 19 Uhr für rund zwei Stunden. Die Kosten belaufen sich auf 20 Franken, inbegriffen ist ein Apéro. Beim Private Shopping kann man sich anmelden und dabei vorgängig Wünsche anmelden. Wir bereiten dann etwas zum Anprobieren vor. Dieses Angebot wird z. B. gerne von Geschäftsleuten genutzt, die nicht so viel Zeit haben. Trotzdem gehört selbstverständlich ein Prosecco oder ein Kaffee dazu!

Fotos: Paul Haller, Swissphotoworld

FX Trading

Mit der zunehmenden Globalisierung wird die Optimierung des Devisengeschäfts zunehmend auch für kleinere und mittelgrosse Unternehmen ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Während grossen Unternehmen eine Vielzahl an wettbewerbsfähigen Banklösungen zur Verfügung stehen, haben KMU oft Mühe, ein erschwingliches und effizientes Handels- und Zahlungstool zu finden. Gemeinsam mit dem Schweizer Fintech AMNIS Treasury Services AG bietet die Bank WIR mit FX Trading ihren Kundinnen und Kunden eine leistungsstarke und moderne Devisenlösung.

  • Mehr Informationen finden Sie unter wir.ch/fx-de und im «O-Ton»-Podcast mit Amnis-CEO Michael Wüst und Matthias Pfeifer von der Bank WIR.
  • Die Möglichkeit, ein kostenloses Demo-Konto zu eröffnen, haben Sie hier: wir.ch/amnis.

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